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Der Green IT Deal
Wie ein Getränkehersteller seine Logistik in der Pandemie krisenfest macht
Der Green IT Deal
Wie Logistikunternehmen schneller in den grünen Bereich kommen
 
Prof. Dr. Joachim Schmidt
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
 

Kein Grad weiter. Mit dieser Forderung und Rückenwind ist Fridays for Future zurück in den Schlagzeilen. Der Klimawandel sei so akut wie Corona, sagt die streikende Schülerweltbewegung. Klar ist: Der Handlungsdruck, CO2-Emissionen zu reduzieren, ist in allen Teilen der Wirtschaft erheblich gewachsen. Bis 2050 sollen die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in Europa auf null reduziert und unser Kontinent klimaneutral werden. So will es der Green Deal der EU. Für die Logistik bedeutet das: Lieferketten müssen umweltfreundlicher werden. Dabei spielt die IT eine zentrale Rolle.

Unnötige Verkehrsbewegungen vermeiden

Logistik, die unnötige Verkehrsbewegungen vermeidet und intelligente Formen der Collaboration in globalen Produktions- und Lieferprozessen ermöglicht, hat einen wesentlichen Anteil daran, die Welt vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Und diese Rolle wird ihr als Dienstleister von Industrie und Handel mehr und mehr zugeschrieben. Ob es um die Messbarkeit des ökologischen Fußabdrucks oder optimierte Transportnetzwerke geht – viele Verlader fordern schon heute von ihren Logistikdienstleistern klimafreundliche Konzepte, die nachweisbar CO2-Emissionen reduzieren. Hinzu kommt die Anforderung, durch einen ressourcenschonenden Umgang gleichzeitig Kosten einzusparen.

Transparenz schaffen

Voraussetzung dafür ist die digitale Vernetzung der Supply Chain. Denn die Digitalisierung macht es möglich, Daten unternehmensübergreifend zu bündeln, zu teilen und entlang von Bestell- und Lieferprozessen ein nie gekanntes Maß an Transparenz zu schaffen. Transportkapazitäten besser auszunutzen, Verkehrsträger optimal miteinander zu verknüpfen, vorhandene personelle und finanzielle Ressourcen effizient einzusetzen, Arbeitsabläufe zu automatisieren: das funktioniert zielsicher, wenn die Supply Chain zu einer Lieferkette digitalisierter Daten und Informationen wird.

Grüner wird die Logistik dabei fast schon von allein. Denn ihre wesentliche Aufgabe, Waren in der richtige Menge zur richtigen Zeit in der richtigen Qualität an den richtigen Ort zu liefern, lässt sich mit den modernen IT-Tools der digitalisierten Welt sehr viel leichter lösen. Wie die Umwelt (aber auch der Logistiker selbst) von der digitalen Vernetzung der Lieferketten profitiert:

1. Informationswege werden kürzer

Administrativ, operativ, strategisch: Die Digitalisierung von Daten und Informationen macht diese unternehmensübergreifend und mobil verfügbar – und zwar für alle Akteure, die in der Lieferkette zusammenarbeiten. Mit der Sicht auf ein- und denselben Prozess lässt sich die Performance eines Logistiknetzwerkes und seiner Ressourcen bestmöglich nutzen. Auftragsbezogene Informationen fließen nicht nacheinander wie in der analogen Welt, sondern gleichzeitig in derselben Sekunde. In dieser – papierlosen – Welt entfällt die Mehrfacherfassung von Daten, Fehlerquellen werden reduziert. Die optimale Infrastruktur dafür liefern cloudbasierte Logistikplattformen, die auftragsbezogene Prozesse inklusive aller benötigen Anwendungen und Supply Chain Managementfunktionen bereitstellen.

2. Transportkapazitäten lassen sich besser auslasten

Standorte, Aufträge, Sendungsmengen, Relationen: Je weiter die Lieferkette überschaut werden kann, desto größer ist der Grad an Transparenz. Durch frühzeitig verfügbare Informationen lässt sich beispielsweise das Kapazitätsmanagement mit Lieferanten optimieren, Konsolidierungs- und Bündelungspotenziale lassen sich schnell erkennen und erschließen, Transporte werden besser ausgelastet, Leerfahrten vermieden.

3.     Umweltfreundliche Verkehrsträger können einfacher integriert werden

Ambitionierte Klimaziele lassen sich nur durch die Einbindung umweltfreundlicher Verkehrsträger erreichen. Güter, die streckenweise von der Straße auf die Wasserstraße oder auf die Schiene verlagert werden – beispielsweise im Kombinierten Verkehr – entlasten die Verkehrsinfrastruktur erheblich und verursachen deutlich weniger CO2. Auch hier schafft moderne IT einen einfachen und schnellen Zugang zu umweltfreundlichen Konzepten, da alle Prozesse digital, verkehrsträgerübergreifend und zentral über eine Plattform gesteuert werden können.

4.     Zusatztransporte werden reduziert

Zusätzliche Transporte verursachen auch zusätzliche Kosten und CO2 Emissionen. Beides lässt sich in den meisten Fällen vermeiden, wenn auftragsbezogene Daten und Informationen aller beteiligten Akteure – von der Produktion bis zur Logistik – auf einer IT-Plattform zusammenfließen und Entscheidungen mit Blick auf den gesamten Prozess (Stichwort: End-to-End-Visibility) rechtzeitig getroffen werden können.

Natürlich kann man nie genug für unsere Umwelt tun. Doch mit den Mitteln moderner IT und der durchgehenden Digitalisierung ihrer Prozesse ist die Logistik schon heute umweltfreundlicher unterwegs als viele andere Industrien auf unserem Planeten.

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